Alexandra Manzei, Rudi Schmiede's 20 Jahre Wettbewerb im Gesundheitswesen: Theoretische und PDF

By Alexandra Manzei, Rudi Schmiede

ISBN-10: 3658027010

ISBN-13: 9783658027018

ISBN-10: 3658027029

ISBN-13: 9783658027025

​Während das Wettbewerbsparadigma in anderen gesellschaftlichen Teilbereichen spätestens nach der Finanzkrise 2009 nicht mehr unhinterfragt als Königsweg politischer Regulierung propagiert wird, scheint es in der Gesundheitspolitik völlig ungebrochen. Dies verwundert umso mehr, als mittlerweile zahlreiche empirische Studien vorliegen, die die problematischen Folgen der Ökonomisierung von Medizin und Pflege belegen. purpose des vorliegenden Bandes ist es, qualitative und quantitative Analysen zur Arbeits- und Lebenswirklichkeit von Beschäftigen und PatientInnen zu bündeln, sie durch Berichte aus der Praxis zu ergänzen und so einen umfassenden Einblick in die Realität des wettbewerbsgesteuerten Gesundheitswesens zu eröffnen.

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Die Forderung nach einer Bürgerversicherung wird von Bündnis 90/Die Grünen, der Linken und der SPD in unterschiedlichen Modellvarianten vertreten (Rosenbrock und Gerlinger 2014). 52 5 Thomas Gerlinger Regulierung: Mehr Wettbewerb, mehr Staat, Wandel des Korporatismus Jens Alber hat das deutsche Gesundheitswesen treffend als ein „System komplexer Vielfachsteuerung“ charakterisiert (Alber 1992, S. 157). ) durch je eigene Regulierungssysteme mit einem spezifischen Mischungsverhältnis aus staatlichen, verbandlichen (korporatistischen) und marktbezogenen Elementen gekennzeichnet.

Von einem Ende des Korporatismus zu sprechen oder ein solches Ende nahe zu legen, wäre mit Blick auf die Gesetzliche Krankenversicherung indes unzutreffend. Vielmehr lässt sich konstatieren, dass staatliche Gesundheitspolitik auch nach dem Übergang zu wettbewerbszentrierten Strukturreformen an korporatistischen Regulierungsstrukturen festhält. Nach wie vor werden also Handlungskompetenzen an paritätisch aus Vertretern der Krankenkassen und der Ärzteschaft zusammengesetzte, zentralisierte verbandliche Steuerungsgremien delegiert, die unter staatlichen Rahmenvorgaben auf dem Verhandlungsweg kollektiv verbindliche Beschlüsse zur Regelung von Problemfeldern fassen (Gerlinger 2002).

Hier galt es zu vermeiden, dass die finanziellen Anreize zur Etablierung von Disease Management Programmen von den Krankenkassen genutzt werden, um preisgünstige Programme von minderer Qualität aufzulegen. Daher schrieb der Gesetzgeber den Krankenkassen Mindestanforderungen für derartige Programme vor und erlegte ihnen auf, die entsprechenden Verträge vom Bundesversicherungsamt akkreditieren zu lassen. Auch für andere Bereiche der medizinischen Versorgung lassen sich derartige Mechanismen zeigen.

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20 Jahre Wettbewerb im Gesundheitswesen: Theoretische und empirische Analysen zur Ökonomisierung von Medizin und Pflege by Alexandra Manzei, Rudi Schmiede


by David
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